Warum arbeite ich mit Farbe und Ton?

Von den Erfahrungen der Kunsttherapie kommend, versuche ich mittels Farben und Formen “Meins” zu finden und auszudrücken.

Dabei sind Themen wie Frauen und Kinder, Familie und deren Stand in der Gesellschaft zentrale Schwerpunkte. Entwicklungen sind wichtig – wo fange ich an – wann und wo höre ich mit dem Schaffensprozeß auf? Wichtige Fragen, die allein die Praxis, das Tun beantwortet. Alltägliche Utensilien rücken in den Vordergrund, Genre wie Film und Zirkus sind wichtig– um so mit deren Hilfe neue Formen zu schaffen – die im darauffolgenden Bearbeitungsprozeß immer mehr Raum beanspruchen – bis oftmals die die Farben ganz eigenständig bestimmen, wohin die Reise geht. Danach gibt es nur noch wenige Kompromisse – jetzt gilt es, den Farben die Vorherrschaft einzuräumen, die Hand ist nur noch ausführend – der Geist folgt und weiß um die Richtigkeit. Was anfangs gewollt, zeigt sich im Laufe des Prozesses immer absichtsloser. Bestimmend ist der Prozess und die Befriedigung, die daraus geschöpft wird. – Das Scheitern immer mit dabei. Das jetzige Bild als Übung für das nächste gedacht. So bleibt es nicht aus, daß dieses Spiel mit Hilfe verschiedenster Techniken durchgeführt wird wie Bleistift, Acryl, Öl, Wachs und Collagen – dazu der Holz- und Linoldruck, beide zusammen kombiniert. Wenn das Zweidimensionale sich erschöpft zeigt, kommt der Ton ins Spiel – es entstehen Figuren, Skulpturen, die später wieder ins Bild gesetzt werden wollen. Nichts geht verloren – auch wenn überarbeitet, übermalt und verworfen wird. Das Vorangegange trägt das Jetzige – so spielt auch die Zeit eine wichtige Rolle im kreativen Prozeß. Nicht das Schnelle, das Flüchtige iniiert und leitet den Prozeß, vielmehr das Verweilen, das Ausprobieren und das Spielerische.


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